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Demo gegen prekäre Praktika in Münster

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Die Ausbeutung von Fachkräften fängt schon im Studium an. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe stellte im Februar 2021 Verbesserungen in Aussicht – passiert ist seither nichts. Wird das Problem ausgesessen?

Bei einem Gesprächstermin nach der Kommunalwahl 2020 zeigte sich Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe noch besorgt um die Situation der Studierenden der Sozialen Arbeit in Münster. Verbesserungen seien dringend notwendig und man wolle diese im Rahmen eines Gesamtkonzepts zur Aufwertung sozialer Berufe einbringen und umsetzen. Seither hat sich an der Situation der Studierenden nichts geändert. Zwei Semester lang haben sich Studierende der Sozialen Arbeit seitdem unter prekären Lebensbedingungen durchgeschlagen. Für sie kommen Änderungen zu spät. Mit Blick auf nachfolgende Kommiliton*innen fürchten sie nun, das Thema werde ausgesessen. Aktiven des Jungen DBSH Münster haben sich deshalb mit den Studierendenvertretungen der drei Hochschulen in Münster (Katholische Hochschule, FH Münster und Universität Münster), der DGB Jugend Münsterland, dem Fachschaftsrat Sozialwesen der FH Münster und dem Arbeitskreis Gewerkschaft zusammengeschlossen. Als Bündnis gegen prekäre Praktika setzt sie sich gemeinsam für eine verpflichtende Praktikumsvergütung ein.

Demo in der Münsteraner Innenstadt

Das Bündnis hat am 23. Oktober 2021 zu einer Demo mit Kundgebung in Münster aufgerufen. Nicht nur zahlreiche Studierende erschienen auf dem Prinzipalmarkt in der Münsteraner Innenstadt, sondern auch Hochschulmitarbeiter*innen und Professor*innen der Hochschulen schlossen sich den Demonstrant*innen an.   „Wir fordern von der Stadt Münster das Mindeste“, so Franca Hecht, Mitorganisatorin der Demo, „es ist von der Stadt Münster als Arbeitgeber nicht zu viel verlangt, angehenden Fachkräften den Mindestlohn als Praktikumsvergütung zu zahlen“. Das Bündnis hat außerdem einen Bürger*innenantrag mit zahlreichen Unterschriften von Mitarbeiter*innen und Professor*innen der Hochschulen bei der Stadt Münster eingereicht. Auch das Dekanat und das Praxisreferat des Fachbereichs Sozialwesen der FH Münster sowie der Katholischen Hochschule Münster haben die Forderungen des Bündnisses mit einem offiziellen Unterstützungsschreiben an Oberbürgermeister Markus Lewe bekräftigt. Die Aktiven hoffen nun, dass die Stadt Münster das Problem nun engagiert angeht und eine verpflichtende Praktikumsvergütung auf dem Weg bringt.
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Eine bundesweite Arbeitsgemeinschaft des Jungen DBSH

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