Netzwerk Prekäres Praktikum

Entstehung und Erfolge unseres Netzwerks von 2012 bis heute

"Wenn ich könnte wie ich wollte..."

„Wenn ich könnte wie ich wollte“ unter diesem Motto fand bereits im November 2012 der Hochschultag an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) statt. Eine Gruppe von Studierenden sowie Lehrenden organisierte in diesem Rahmen einen Workshop mit dem Titel „Praktikum – der Einstieg in eine prekäre Karriere!“. Als Ergebnis aus den anregenden und teilweise kontroversen Diskussionen gründete sich eine Arbeitsgruppe, die sich seither dem Thema prekärer Praktikumsbedingungen im Studium Sozialer Berufe widmet.

In einem ersten Schritt vernetzten unseren Aktiven die drei sozialen Hochschulen in Berlin. Es konstituierte sich ein konstanter Kreis von Studierenden der Katholischen sowie Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) und der Alice-Salomon Hochschule Berlin (ASH). Seit Februar 2013 ist dieses Netzwerk aktiv und arbeitete seit November 2015 als Arbeitsgruppe des Jungen DBSH Berlin weiter. Seitdem haben sich unsere Junger DBSH Hochschulgruppen Coburg, Münster, Freiburg und Mainz dem Thema ebenfalls angenommen und seit 2019 engagieren wir uns alle gemeinsam in einem bundesweiten Netzwerk gegen prekäre Praktika. Eine Gelegenheit zum Austausch war die Bundesweite Tagung des Jungen DBSH im November 2019.

Wir haben uns eine angemessene Vergütung von Praktika im sozialen Bereich und die Durchsetzung anleitungsbezogener Mindeststandards sowie die Sensibilisierung aller Beteiligten zum Ziel gesetzt. Im Folgenden findet ihr eine Aufstellung über bisherige Aktivitäten des Netzwerks mit dazugehörigen Erfolgen. Außerdem könnt ihr alle zu dem Thema verfassten Papiere und Veröffentlichungen runterladen und einen Blick in von uns initiierten Forschungsergebnisse werfen.

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Bundesweite Tagung des Jungen DBSH im November 2019

Chronologie der Aktivitäten

2021: 

Wahlprüfsteine zu den  Landtagswahlen 2021 in Rheinland – Pfalz. 

 

2020:

Digitale Podiumsdiskussion mit den Münsteraner Parteien anlässlich des Prekären Praktikums, der Befragung in Münster und der Antworten auf die Wahlprüfsteine (03.12.2020):

  • Thomas Kollmann von der SPD Münster
  • Ulrich Thoden von der DIE LINKE. Münster
  • Teresa Küppers von der CDU Münster
  • Maximilian Brinkmann-Brand von der Ökologisch-Demokratische Partei ÖDP Münster
  • Adam Khalaf von der FDP Münster

Wahlprüfsteine anlässlich der Kommunalwahlen in Münster (09/2020)

Mainz zahlt 500€ monatliche Vergütung                    

Ab Januar 2021 erhalten Studierende der Sozialen Arbeit im Pflichtpraxissemester bei der Stadt Mainz 500€ als Praktikumsvergütung.

Social Media #praktischpleite Kampagne (seit 07/2020)

Freiburg zahlt 500€ monatliche Vergütung
Seit 01.01.2020: Studierende des sozialen Bereichs erhalten im Pflichtpraktikum bei der Stadt Freiburg 500€ monatlich als Praktikumsvergütung. Die städtische Unterstützung für kleine Träger zur Bezahlung der Pflichtpraktikant*innen der Sozialen Arbeit, wird ebenfalls auf 500€ angehoben.

2019:

Gründung der Bundesweiten AG Prekäres Praktikum im Jungen DBSH (11/2019)
Verhandlungen und Gespräche mit der Stadt Freiburg bezüglich der Praktikumsvergütung für Soziale Arbeit (seit 08/2019)
Studie zur sozioökonomischen Lebenssituation von Studierenden in Freiburg (07/2019)

2018:

Studie zur sozioökonomischen Lebenssituation von Studierenden und Positivliste mit vergüteten Praktikumsplätzen in Münster.

2016:

Berlin beschließt Anerkennungsjahr
Angestoßen vom Diskurs um Vergütung im Praktikum und qualitative Begleitung wurde beschlossen, das Anerkennungsjahr in Berlin wieder einzuführen.

2014:

Diverse Aktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit und politische Gespräche zu den Studienergebnissen.
Studie zur sozioökonomischen Lebenssituation von Studierenden in Berlin.

2013:

Gründung des Netzwerks Prekäres Praktikum an den drei Berliner Hochschulen.