Am 17. Juni 2024 hat der Magdeburger Stadtrat mit einer klaren Mehrheit von 36 zu 2 Stimmen bei 4 Enthaltungen den interfraktionellen Antrag der Parteien Die Linke, Grünen/future! und SPD angenommen. Dieser wurde durch die Bemühungen der Aktiven im Jungen DBSH im Rahmen der Arbeitsgruppe “Netzwerk Prekäres Praktikum” (NPP) angestoßen. Vor zweieinhalb Jahren wurde der Antrag erstmals eingereicht und hat seither zahlreiche Änderungen durchlaufen, insbesondere durch die Arbeit des Jugendhilfeausschusses. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Magdeburg wurde er letztlich finalisiert. Aktuell entstehen durch unbezahlte Pflichtpraktika prekäre Lebensbedingungen, welche die Ausbildungsqualität beeinträchtigen. Mit dieser wegweisenden Entscheidung der Vergütung setzt Magdeburg nicht nur ein Zeichen für die Anerkennung der Profession Sozialer Arbeit, sondern auch für alle anderen Menschen in Ausbildung. Wenn der Stadtrat Magdeburg sein Versprechen aus der letzten Stadtratssitzung auch zu den kommenden Haushaltsverhandlungen für das Jahr 2025 einhält, wird zum Wintersemester 25/26 (Oktober ‘25) jedes Pflichtpraktikum in kommunaler sowie freier Trägerschaft im Raum Magdeburg mit 538 € als Aufwandsentschädigung vergütet. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, der den Fachkräftemangel sowie Ausbildungsbedingungen, die prekäre Lebenslagen schaffen, endlich entgegenwirkt! Wir freuen uns sehr, dass die Zusammenarbeit mit den oben genannten Kommunalparteien, dem Praxisreferat der Hochschule Magdeburg-Stendal (h2), dem Stadtjugendring Magdeburg (SJR) sowie der Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrt (KAG) nun zu einem ersten, großen Erfolg geführt hat.
gez. Tanja Amelang (Sprecherin des Jungen DBSH Sachsen-Anhalt)